Was ist mobile Rehabilitation?

Mobile Rehabilitation ist ein neues, zukunftsorientiertes Konzept der ambulanten wohnortnahen Rehabilitation. Hierbei werden ambulante aufsuchende Rehabilitationsleistungen durch ein interdisziplinäres Team (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Rehabilitationspflege und Sozialberatung) unter ärztlicher Leitung auf der Basis einer vorherigen Rehabilitationsplanung in der Häuslichkeit des Rehabilitanden erbracht. Dabei werden die wichtigen Kontextfaktoren, wie häusliche Umgebung, soziales Umfeld und Familie in die Rehabilitation unmittelbar einbezogen. Ressourcen können so erschlossen, Barrieren abgebaut und soziale Teilhabe erweitert werden.

In der vertrauten Umgebung entfallen für den Rehabilitanden die schwierigen Gewöhnungs- und Transferprozesse, die beim Übergang von einer stationären Rehabilitation in die eigene Häuslichkeit auftreten. Mobile Rehabilitation schließt ein Case-Management der sozialen Problematik des Rehabilitanden mit ein. Für den Erfolg der Rehabilitation ist die enge Zusammenarbeit mit Kliniken, Pflegediensten, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und anderen Leistungserbringern mit ausschlaggebend. Insofern leistet die Mobile Rehabilitation immer auch einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der Versorgungsstrukturen in einer Region.

Aufgrund ihres ressourcenorientierten und sozialökologischen Ansatzes erreicht das aufsuchende Angebot rehabilitationsbedürftige Menschen, die bislang keine Rehabilitationsmaßnahmen erhalten haben oder in anderen Rehabilitationsformen nicht optimal versorgt werden können.

Mobile Rehabilitation ist Teil der medizinischen Rehabilitation des Sozialgesetzbuches V (Gesetzliche Krankenversicherung). Sie wird aufgrund von § 40 Abs.1 SGB V von der gesetzlichen Krankenversicherung gewährt und vergütet. Damit ist sie eine Regelleistung und hat wie andere Formen der ambulanten Rehabilitation Gesetzesvorrang vor einer stationären Versorgung.